Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.
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Zum Internationalen Katzentag: Kastration verhindert Leid!

Mit einer Kerbe im Ohr wird die Kastration gekennzeichnet.Mit einer Kerbe im Ohr wird die Kastration gekennzeichnet.8. August 2017

Anlässlich des heutigen Internationalen Katzentags appelliert der Hamburger Tierschutzverein an alle Katzenhalter und -freunde, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Sichtungen frei lebender Katzen sollten dem Tierheim Süderstraße gemeldet werden. Um eine weitere Vermehrung zu verhindern, werden diese Tiere von unseren erfahrenen Mitarbeiterinnen eingefangen, kastriert und anschließend wieder in ihre gewohnte Umgebung gebracht.

Über 10.000 Straßenkatzen müssen in Hamburg völlig allein klarkommen, ohne menschliche Fürsorge oder medizinische Versorgung. Bundesweit sind es, laut Schätzungen des Deutschen Tierschutzbunds, etwa zwei Millionen. Obwohl nur ein Teil der Tiere das Erwachsenenalter überhaupt erreicht, wachsen die Populationen oft weiter an. Selbst eine geschwächte weibliche Katze zieht pro Jahr bis zu drei Würfe groß.

Das vogelfreie Leben ist ein ständiger Überlebenskampf und nicht mit dem von tatsächlichen Wildtieren zu vergleichen. Als Haustiere sind Katzen nur bedingt an dieses Leben angepasst. Neben Hunger, Krankheiten und widrigen Witterungen lauern in einer Stadt zahlreiche menschengemachte Gefahren, vor allem der Autoverkehr. Zudem ist die Welpensterblichkeit hoch, viele gehen an Unterernährung oder Infektionskrankheiten ein. Auch ein erwachsenes Tier, das krank oder verletzt ist, ist meist beträchtlichen Leiden ausgesetzt.

Eine vom HTV betreute Futterstelle für frei lebende Katzen.Eine vom HTV betreute Futterstelle für frei lebende Katzen.Deshalb kümmert sich der Hamburger Tierschutzverein seit über 30 Jahren, inzwischen mit zwei festangestellten und mehreren ehrenamtlichen Katzenschützerinnen, an mehr als 60 kontrollierten Futterplätzen im Stadtgebiet um verwilderte Hauskatzen. Die Fütterung kann jedoch nur kurzzeitig einzelnen Tieren helfen. Um die dramatisch hohe Anzahl der obdachlosen Katzen und somit potenzielles Leid zu reduzieren, ist die Kastration so vieler Tiere wie möglich unumgänglich. Im vergangenen Jahr hat der Hamburger Tierschutzverein 507 verwilderte Katzen kastriert. Da die meisten von ihnen ohne Kontakt zum Menschen aufgewachsen sind und ihr ganzes Leben sehr scheu bleiben, gehen sie danach wieder in ihren ursprünglichen Lebensraum zurück und werden dort versorgt.

Auch an alle Katzenhalter appelliert der HTV, ihre Katzen und Kater unbedingt kastrieren und chippen zu lassen, ganz besonders, wenn es sich um Freigänger handelt.

Durch die permanente und weiterhin benötigte Arbeit des Hamburger Tierschutzvereins und kleinerer Vereine ist die Situation inzwischen unter Kontrolle, ganz anders als in Städten ohne Katzenschutzprogramm. Die Kosten des HTV-Katzenschutzes belaufen sich auf rund 100.000 Euro jährlich. Die Freie und Hansestadt Hamburg beteiligt sich an der Kastration frei lebender und im Tierheim auf Vermittlung wartender Katzen, im Jahr 2016 mit knapp 44.000 Euro. Wunsch des HTV und des Deutschen Tierschutzbundes, unserem Dachverband, ist jedoch seit Jahren eine generelle Chip- und Kastrationspflicht für Katzen.

Bitte helfen Sie mit, Katzennachwuchs zu verhindern und teilen Sie dem Hamburger Tierschutzverein mit, an welchen Plätzen verwilderte Katzen leben!

Für unser Katzenschutzprogramm bitten wir um Ihre Spende:
Hamburger Sparkasse
IBAN: DE03 2005 0550 1286 2228 88
BIC: HASPDEHHXXX
Verwendungszweck: Katzenrettung

Oder spenden Sie über unser Online-Spendenformular

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